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Ostergärtchen

In dieser Zeit warten alle auf die Auferstehungskräfte, sie sind nun auch wirklich nötig, wir müssen das neue Leben wieder spüren… Wenn Tag- und Nachtgleiche des Frühlings am 21.März stattgefunden haben, muss der Vollmond abgewartet werden. Der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond ist dann der Ostersonntag. Eine Woche vor Ostern, am Palmsonntag, beginnt die Karwoche. Diese Woche steht im Zeichen des Leidensweges und des Kreuztodes des Christus. Die Leidensgeschichte und die Auferstehung verstehen die Kinder erst mit zunehmendem Alter, allerdings erleben wir mit den Kinder die Auferstehung trotzdem. Wir feiern das Osterfest in der Zeit, in der die Lebenssäfte der Natur zu steigen beginnen. Die Pflanzen in der Natur breiten sich aus. Was wir tot aussah, erwacht zum leben. Die Knospen an den Bäumen beginnen grün zu werden, und bei der Betrachtung der erwachenden Frühlingsnatur beginnt man sich Gedanken zu machen über die Kräfte, die hinter dem Frühlingserwachen stehen. Aus unseren Körnen, gedroschen im Herbst, darf nun unter unserer Pflege auch hier bei uns neues Leben entstehen! Wir holen dies ganz bewusst hier in den Raum, damit für die Kinder sichtbar wird, dass aus dem scheinbar „toten“ Korn wieder neues Leben sprießt und grünt, ein wundervolles Symbol für den Kreislauf. Das Ostergeheimnis liegt darin: Im Tod die neue Geburt wahrzunehmen. Im Samenkorn erleben wir ein ähnliche Bild, der Kern wandelt sich in die neue Pflanze, während die äußere Schale abgesprengt wird. Jedes Jahr erwartet die Kinder in unserem Gemeinschaftsraum ein wunderschöner Frühlingsgarten, ein Hufeisenförmiger, grüner Weg, der mit einem Tor beginnt und in einer Höhle endet, diese steht auch für Tod und Auferstehung, ist außen dunkel und innen hell, jedes Kind kann sich ganz unterbewusst sein eigenes Bild im Innern machen. Jedes Kind geht nun, von Musik begleitet, den Frühlingsweg, mit der Ostergrasschale eines anderen Kindes bis zur Höhle. In der Höhle bekommen sie ein Osterkreuz in die Schale, die Kreuze sind auch Symbol für Tod und Auferstehung. Mit Buchs/Immergrün geschmückt, stehen sie für Leben, dass in die Zukunft geht. Am Kreuz hängt ein Sonnenrad, welches wir mit den Kindern gebacken haben, es steht für das runde, neue, aufgehende, es gibt Kraft, es steigen die Säfte. Die Sonne geht auf, sie scheint und wärmt und alles wird wieder neu. Es ist das Bild für alle Auferstehung, in uns selbst und um uns herum im außen. Die Osterschale wird dann auf dem Weg abgelegt, bis alle dran waren ist unser Gärtchen noch grüner und lebendiger als vorher.

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Waldorfkindergarten Offenburg e.V.
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